Rund um die Erde ... mit Gabriele und Herbert Hösler aus Köthen

Deutschland-Schweiz-Frankreich

(Reisezeitraum: 26.05.26 - 31.05.26)



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Besuch von Stuttgart und Reutlingen (26.05.26)
Unsere 1. Station war am Rande von Stuttgart, wo wir im Kulinarium an der Glems übernachtet haben. Bevor wir unsere Unterkunft gegen 14.30 Uhr aufgesucht haben, sind wir zum Schloss Solitude gefahren. Schloss Solitude ist eines der eindrucksvollsten Lust- und Jagdschlösser in Baden Württemberg, hoch über Stuttgart gelegen. Es wurde 1763-1769 unter Herzog Carl Eugen von Württemberg erbaut. Durch die exponierte Lage auf einem Höhenrücken bietet das Schloss eine der schönsten Aussichten rund um Stuttgart. Das Schloss verfügt über geschwungene Fassaden, einen zentraler Kuppelbau und großzügige Außenanlagen.

Bevor wir unser Quartier aufsuchten, haben wir noch einen längeren Spaziergang zum Bärenschlösschen Stuttgart, meist Bärenschlössle genannt, unternommen. Es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Stuttgarter Rot- und Schwarzwildpark. Das Bärenschlössle war ursprünglich ein Lustschloss von Herzog Carl Eugen und steht heute als Restaurant am Bärensee. Es liegt mitten im Wald, umgeben von einer Kette aus drei Stauseen (Bärensee, Neuer See, Pfaffensee), die zu den schönsten Spazierwegen im Großraum Stuttgart gehören.

Das neue Museum in Reutlingen ist ein spektakulärer Neubau, der mit einer Fassade aus gläsernen Biberschwanz-Schindeln verkleidet ist. Je nach Licht wirkt er matt, schimmernd oder durchsichtig – das Holztragwerk dahinter zeichnet sich schemenhaft ab. Im Stadtkern von Reutlingen existieren noch viele kleine Geschäfte mit einem ansprechendem Angebot.

Der Handwerkerbrunnen in Reutlingen ist in Wirklichkeit der Zunftbrunnen, ein kunstvoll gestalteter Brunnen, der die historischen Reutlinger Handwerkszünfte zeigt. Er gehört zu den markantesten Denkmälern der Altstadt und steht nur wenige Schritte vom Marktplatz entfernt. Der Brunnen zeigt zwölf kleine Bronzefiguren, die typische Reutlinger Handwerksberufe verkörpern, jene Zünfte, die ab etwa 1500 die wirtschaftliche und politische Macht der Stadt prägten.
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Rheinfälle bei Schaffhausen - Moos am Bodensee (27.05.26)
Auf der Fahrt zum „Hotel Schiff“, wo wir zwei Nächte gebucht hatten, fuhren wir zum Rheinfall von Schaffhausen, dem größten Wasserfall Europas und ein Naturerlebnis, das durch seine Wucht, Breite und die Nähe, aus der man das Wasser erleben kann, beeindruckt. Auf rund 150 m Breite stürzen die Wassermassen etwa 23 m in die Tiefe. Wieviel Wasser, zeigt die Tabelle. Das Schloss Laufen bietet kostenpflichtige Aufzüge und barrierearme Wege. Die Aussichts-Plattformen am Südufer ermöglichen sehr nah am tosenden Wasser zu sein. Die Zugänge zum Flussufer sind trittsicher gebaut. Man muss aufpassen, das beim Fotografieren keine Wasserspritzer das Objektiv der Kamera treffen. Am Rheinfall kann man auch mit dem Boot fahren und das gehört sogar zu den beliebtesten Erlebnissen vor Ort. Mehrere Anbieter bringen die Fahrgäste bis auf wenige Meter an die tosenden Wassermassen heran. Die Fahrt dauert ca. 15 Minuten. Wir haben diesen Aufwand nicht betrieben, sondern sind mit dem Fahrstuhl wieder nach Laufen hochgefahren und haben im naheliegenden Schloss-Hotel auf der Terrasse ein Stück Kuchen aus dem reichhaltigen Angebot gegessen.

Wir trafen am Nachmittag im Gasthaus Schiff in Moos ein. Das Gasthaus ist ein sehr gut bewertetes, traditionsreiches Haus direkt am Untersee mit Restaurant, großem Garten, Café und großem Biergarten unmittelbar am Wasser. Das Doppelzimmer kostete 135 EURO / Nacht. In diesem Preis ist ein sehr gutes Frühstück enthalten. Die reichlichen Parkplätze sind kostenlos. Die zwei gebuchten Nächte verliefen störungsfrei. Nach einem guten Kaffee erkundeten wir die nähere Umgebung, ruhten uns aus und nahmen gegen 19.00 Uhr das schmackhafte Abendessen ein.
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Rundfahrt um den Bodensee (Pfahlbauten von Unteruhldingen) (28.05.26)
Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes am Bodensee unternahmen wir eine Rundfahrt um dieses Gewässer. Der Bodensee ist eines der größten Binnengewässer Mitteleuropas. Er ist ca. 63 km lang und ca. 14 km breit. Seine tiefste Stelle misst 251,14 m. Die Fährverbindung Konstanz/Staad – Meersburg ist eine der wichtigsten und am dichtesten getakteten Linien am Bodensee. Wir haben sie genutzt um zuerst Meersburg zu erreichen. Da die Fähren tagsüber im 5‑ bis 15‑Minuten‑Rhythmus fahren, mussten wir nicht lange warten. Die Überfahrt dauert ca. 15 Minuten. Erwachsene zahlen 4,30 EURO (Hinfahrt). Für den Pkw zahlt man 11,00 EURO. Die Tickets erwirbt man an Bord.

Unsere erste Station waren die Pfahlbauten. Die Pfahlbauten von Unteruhldingen am Bodensee gehören zu den eindrucksvollsten archäologischen Freilichtmuseen Europas. Es handelt sich um 23 rekonstruierte Pfahlbauhäuser aus Stein- und Bronzezeit, die direkt über dem Wasser stehen und einen einzigartigen Einblick in das Leben vor 3.000–6.000 Jahren geben. Der Besuch des ältesten archäologischen Freilichtmuseums Deutschlands (gegründet 1922) lohnt sich. Erwachsene zahlen 9 € Eintritt. Die 23 rekonstruierten Häuser aus verschiedenen Epochen sind Wohnhäuser, Werkstätten, Ställe und Kultbauten. Man kann Spaziergang über Stege, die direkt über dem Bodensee angelegt sind, unternehmen.

Nach dem Besuch der Pfahlbauten setzten wir unsere Rundfahrt fort und fuhren über sehr schöne kleine Orte am Bodensee bis nach Bregenz. Hier parkten wir unser Auto in einer Tiefgarage und suchten ein Cafe auf, dass ein vorzügliches Kuchenangebot hatte.
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Von Stein am Rhein nach Moos /Schweiz) (29.05.26)
Das Tagesprogramm des nächsten Tages sah vor, den Ort Stein am Rhein aufzusuchen. Hier leben ca. 3770 Einwohner. Es ist eine kleine, historisch außergewöhnlich gut erhaltene Stadt im Kanton Schaffhausen, direkt dort, wo der Rhein den Bodensee verlässt. Die Altstadt von Stein am Rhein gilt als eine der schönsten der Schweiz. Hier kann man Fachwerkhäuser mit farbenprächtigen Fresken, viele aus dem 15.–16. Jahrhundert, betrachten. Stein am Rhein besitzt eine über 7000 Jahre alte Siedlungsgeschichte. Im 13. Jahrhundert entstanden Stadtmauern, Brücken und Marktrechte. An der Rheinpromenade befinden sich Cafés und der Schiffsverkehr Richtung Schaffhausen oder Bodensee. Wir unternahmen einen morgentlicher Spaziergang durch die historische Altstadt von Stein am Rhein, das mit div. Blumenschmuck ausgestattet ist. Ein Hingucker ist das hist. Rathaus der Stadt mit seinen Wandbildern.

Auf dem Weg zum Lötschtaltunnel, der zwischen Kandersteg (Bern) und Goppenstein (Wallis) liegt, legten wir eine Pause in einem niedlichen Landcafe, das am Rande einer kleinen Ortschaft liegt, ein und genossen den frisch zubereiteten Kuchen. Danach fuhren wir eine längere Strecke am Brienzer See entlang und bestaunten das blaue Wasser. Auf dem Weg zum Quartier in der Schweiz (im B&B Les Biolleys) durchfuhren wir mehrere, sehr gut ausgeleuchtete Tunnel. Ein interessantes Teilstück der Wegstrecke war die Passage durch den Lötschberg-Scheiteltunnel, der 1913 eröffnet wurde. Bis zu 3 000 Arbeiter gleichzeitig schufen die 14,6 km lange Stecke. Es ist ein einröhriger Doppelspurtunnel. Der Weg führt von Kandersteg nach Goppenstein. Die Auto-Züge fahren mit einer max. Geschwindigkeit von ca. 100 km/h. Die Fahrzeit beträgt ca. 15 Minuten. Die Züge fahren alle 15 bis 30 Minuten. Der Preis betrug  27.00 CHF. Man hatte zeitweise wunderschöne Aussichten auf die Berge und Täler. Nachdem wir den Autozug verlassen hatten, fuhren wir talabwärts in Richtung Sion. Die Straße ist links und rechts von Weinanlagen geprägt. Unsere Unterkunft- es war die qualitativ schlechteste der gesamten Reise- erreichten wir auf einer Serpentinenauffahrt durch mehrere kleine Ortschaften. Die kleinen Bergdörfer liegen in einer waldreichen Landschaft. Vom Eingang unseres Zimmers hatten wir den Blick auf das Matterhorn, das wir am nächsten Tag aus der Nähe betrachteten.
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Mit dem Zug von Täsch nach Zermatt zum Gornergrat (30.05.26)
Am nächsten Tag war unser Tagesziel die Fahrt mit der Gornergratbahn in Zermatt zur Bergstation, wo man den besten Blick auf das Matterhorn hat. Nach einem reichhaltigen Frühstück in unmittelbarer Nähe zu der Rinderherde, fuhren wir gegen 8.15 Uhr von unserem Quartier los. Bis Täsch waren es etwa 75 km. Ein Großteil der umliegenden Berghänge war mit Weinstöcken bepflanzt, die Straßen in einem sehr guten Zustand. In Täsch fuhren wir das größte Parkhaus an und suchten uns von den 3100 Parkplätzen einen noch freien Platz aus. Nur ca. 200 m entfernt befindet sich eine Kasse, wo man die Zugfahrt nach Zermatt (Hin- und Rückfahrt kostet pro Person CHF 17,20), buchen kann. Die Fahrzeit dauert ca. 12-13 Minuten. Mit einem Ticketcode kann man die Schranken auf dem Bahnsteig öffnen. Die im 20-Minuten-Takt fahrenden Züge sind mit bequemen Sitzen ausgestattet. Die Strecke von Täsch nach Zermatt ist elektrisch und zweigleisig betrieben. Die großen Panoramafenster ermöglichen einen guten Blick in die Landschaft. Der Weg zum Bahnhof der Gornergratbahn ist kurz, die Wartezeiten der Weiterfahrt ebenso.

Die Gornergratbahn ist eine der großen Pionierleistungen des alpinen Bahnwesens. Sie ist die erste voll elektrifizierte Zahnradbahn der Schweiz (1898) und älteste heute noch existierende elektrische Zahnradbahn der Welt. Sie verbindet Zermatt mit dem 3089 m hohen Gornergrat und erschloss erstmals eine hochalpine Welt für ein breites Publikum. Die Bauzeit betrug trotz extremer Höhenlage und kurzer Sommerperioden nur zwei Jahre (1896–1898). Bis zu 2400 Arbeiter waren im Einsatz. Auf 2700–3000 m Höhe sank die Leistungsfähigkeit teils auf die Hälfte. Die Spurweite beträgt 1000 mm. Die Gornergratbahn ist ein technisches Denkmal der frühen Elektrifizierung, eine Panoramabahn mit Blick auf über 20 Viertausender und eine der ikonischsten Bergbahnen der Alpen. Die Hin- und Rückfahrt kostet 132 CHF. Man kann an allen Haltestellen aus- und wieder einsteigen. Die Bergstation Gornergrat Bahn ist in Sicht. Wir stiegen aus und liefen zum legendären Kulmhotel Gornergrat, das auf 3100 m Höhe liegt. Es ist das höchstgelegene Hotel der Schweiz, direkt auf dem Grat. Von der Bergstation zum Hotel läuft man nur 3 Minuten. Von hier hat man einen Rundumblick auf das Matterhorn, Monte Rosa und den Gornergletscher. In der Nähe des Kulmhotels befindet sich eine historische Dokumentation über den Bau der Gornergratbahn. Diese haben wir uns mit Ehrfurcht angeschaut und sind dann bergab zum Alpengarten nach Rotenboden (2815 m hoch) gefahren. Das ist ein ruhiger Ort, an dem man alpine Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung betrachten kann. Zudem hat man einen fantastischen Blick zum Matterhorn. Man atmet „Gletscherluft“ und genießt die absoluter Weite in der Alpenregion. Von der Bergstation Rotenboden der Gornergratbahn sind es nur 5 Minuten zu Fuß. Auf markierten Wegen kann man sich die natürliche alpine Vegetation in aller Ruhe anschauen. Die Pflanzen wachsen in situ, also genau dort, wo sie natürlicherweise vorkommen.

Bevor wir wieder nach Zermatt zurückfuhren, widmeten wir uns fotografisch dem Matterhorn, dass oft als „Berg der Berge“ bezeichnet wird und als einer der meistfotografierten Berge der Welt gilt. Man muss längere Zeit den Fotopunkt suchen, wo sich das Matterhorn im Riffelsee spiegelt. Der beste Zeitpunkt war es nicht. Mit großartigen Eindrücken von der Schönheit der Bergwelt fuhren wir zum Nachmittag mit der Gornergratbahn wieder ins Tal nach Zermatt. Der Bahnhofsvorsteher gab freie Fahrt.
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Von Vex nach Vif in Frankreich (31.05.26)
Auf der Strecke von der Schweiz nach Frankreich war unsere Absicht, Barryland in Martigny zu besuchen. Das ist der einzige Themenpark weltweit, der dem Bernhardiner gewidmet ist. Leider waren wir zu früh vor Ort, sodass der Besuch ausfallen musste. So fuhren wir auf gut präparierten Straßen durch die Weinanlagen von Martigny. Der Grenzort zu Frankreich war schnell erreicht, kontrolliert wurde niemand.
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