Mit dem Zug von Täsch nach Zermatt zum Gornergrat (30.05.26)
Am nächsten Tag war unser Tagesziel die Fahrt mit der Gornergratbahn in Zermatt zur Bergstation, wo man den besten Blick auf das Matterhorn hat.
Nach einem reichhaltigen Frühstück in unmittelbarer Nähe zu der Rinderherde, fuhren wir gegen 8.15 Uhr von unserem Quartier los. Bis Täsch waren es etwa 75 km. Ein Großteil der umliegenden Berghänge war mit Weinstöcken bepflanzt, die Straßen in einem sehr guten Zustand.
In Täsch fuhren wir das größte Parkhaus an und suchten uns von den 3100 Parkplätzen einen noch freien Platz aus. Nur ca. 200 m entfernt befindet sich eine Kasse, wo man die Zugfahrt nach Zermatt (Hin- und Rückfahrt kostet pro Person CHF 17,20), buchen kann. Die Fahrzeit dauert ca. 12-13 Minuten. Mit einem Ticketcode kann man die Schranken auf dem Bahnsteig öffnen. Die im 20-Minuten-Takt fahrenden Züge sind mit bequemen Sitzen ausgestattet. Die Strecke von Täsch nach Zermatt ist elektrisch und zweigleisig betrieben. Die großen Panoramafenster ermöglichen einen guten Blick in die Landschaft. Der Weg zum Bahnhof der Gornergratbahn ist kurz, die Wartezeiten der Weiterfahrt ebenso.
Die Gornergratbahn ist eine der großen Pionierleistungen des alpinen Bahnwesens. Sie ist die erste voll elektrifizierte Zahnradbahn der Schweiz (1898) und älteste heute noch existierende elektrische Zahnradbahn der Welt. Sie verbindet Zermatt mit dem 3089 m hohen Gornergrat und erschloss erstmals eine hochalpine Welt für ein breites Publikum.
Die Bauzeit betrug trotz extremer Höhenlage und kurzer Sommerperioden nur zwei Jahre (18961898). Bis zu 2400 Arbeiter waren im Einsatz. Auf 27003000 m Höhe sank die Leistungsfähigkeit teils auf die Hälfte.
Die Spurweite beträgt 1000 mm.
Die Gornergratbahn ist ein technisches Denkmal der frühen Elektrifizierung, eine Panoramabahn mit Blick auf über 20 Viertausender und eine der ikonischsten Bergbahnen der Alpen. Die Hin- und Rückfahrt kostet 132 CHF. Man kann an allen Haltestellen aus- und wieder einsteigen. Die Bergstation Gornergrat Bahn ist in Sicht. Wir stiegen aus und liefen zum legendären Kulmhotel Gornergrat, das auf 3100 m Höhe liegt. Es ist das höchstgelegene Hotel der Schweiz, direkt auf dem Grat. Von der Bergstation zum Hotel läuft man nur 3 Minuten. Von hier hat man einen Rundumblick auf das Matterhorn, Monte Rosa und den Gornergletscher. In der Nähe des Kulmhotels befindet sich eine historische Dokumentation über den Bau der Gornergratbahn. Diese haben wir uns mit Ehrfurcht angeschaut und sind dann bergab zum Alpengarten nach Rotenboden (2815 m hoch) gefahren. Das ist ein ruhiger Ort, an dem man alpine Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung betrachten kann. Zudem hat man einen fantastischen Blick zum Matterhorn. Man atmet Gletscherluft und genießt die absoluter Weite in der Alpenregion. Von der Bergstation Rotenboden der Gornergratbahn sind es nur 5 Minuten zu Fuß. Auf markierten Wegen kann man sich die natürliche alpine Vegetation in aller Ruhe anschauen. Die Pflanzen wachsen in situ, also genau dort, wo sie natürlicherweise vorkommen.
Bevor wir wieder nach Zermatt zurückfuhren, widmeten wir uns fotografisch dem Matterhorn, dass oft als Berg der Berge bezeichnet wird und als einer der meistfotografierten Berge der Welt gilt.
Man muss längere Zeit den Fotopunkt suchen, wo sich das Matterhorn im Riffelsee spiegelt. Der beste Zeitpunkt war es nicht.
Mit großartigen Eindrücken von der Schönheit der Bergwelt fuhren wir zum Nachmittag mit der Gornergratbahn wieder ins Tal nach Zermatt. Der Bahnhofsvorsteher gab freie Fahrt.
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