Rund um die Erde ... mit Gabriele und Herbert Hösler aus Köthen

  • Garonne
  • Pasteten
  • Wasserbecken im Bot. Garten von Bordeaux
  • Lotos
  • Oleander
  • Artischocken
  • Pont Jacques Chaban Delmas
  • La Cité du Vin
  • Place de la Bourse
Besuch von Bordeaux - Les Halles de Bacalan (05.06.26)
Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes, nur 52 km von Bordeaux entfernt, unternahmen wir einen Besuch dieser wunderschönen Stadt an der Garonne. Wir wählten die Anfahrt über die gut präparierte Landstraße. In das Zentrum von Bordeaux führen mehrere Brücken. In einem der Vororte von Bordeaux besuchten wir einen Supermarkt und staunten über das hochqualitative Angebot. In der herzhaften Küche Frankreichs spielen Nüsse oft zur Abrundung eine Rolle. Walnussöl über Salate, Ziegenkäse oder Endivien, Mandeln in Gemüsegerichten der Provence, Haselnüsse in Pasteten, Farcen oder als knusprige Garnitur, oder Pistazien in Terrinen und Wurstwaren. Frankreich liebt auch die Kombination aus Käse und Nüssen: Roquefort mit Walnüssen, Comté mit gerösteten Haselnüssen, Ziegenkäse mit Honig und Walnüssen oder Brie mit Mandeln oder Pistazien. In diesen Produkten dienen Nüsse als Kontrast zu Fett und Salz, ein kleines kulinarisches Kunststück.

Meeresfrüchte spielen in der französischen Küche eine zentrale Rolle. Sie prägen ganze Regionen, stehen für Frische, Handwerk und Geselligkeit und gehören zu den kulinarischen Symbolen Frankreichs. Von der Bretagne über die Normandie bis zur Provence werden sie als Ausdruck von Regionalität, Saisonalität und handwerklicher Tradition verstanden. Schon die Händler präsentieren ihre Ware ansprechend und mit verlockender Dekoration.

Der Botanische Garten von Bordeaux, der „Jardin Botanique de Bordeaux“, ist einer der modernsten botanischen Gärten Frankreichs. Der Teilgarten „Jardin aquatique“ ist 1.250 m² groß. Hier wird die Vegetation der ersten schwimmenden, tauchenden und kletternden Wasserpflanzen gezeigt.

Die Hubbrücke von Bordeaux, die Pont Jacques Chaban Delmas, ist eine der größten und modernsten Hubbrücken der Welt. Sie verbindet die Stadtteile Bacalan und Bastide, ermöglicht Kreuzfahrtschiffen die Einfahrt bis in die Altstadt und ist seit 2013 ein markantes Wahrzeichen der Stadt. Die mittlere Brückentafel wird hydraulisch angehoben. Im geöffneten Zustand ist die Brücke 53 m hoch. Die Länge beträgt 433 m. In nur drei Jahren (2009-2012) wurde die Brücke für 156,8 Mio. € gebaut. Sie wird von vier markanten Türmen getragen, die beim Anheben wie Leuchttürme wirken. Wenn man die Brücke überfahren hat, gelangt man rechtsseitig zum Weinmuseum La Cité du Vin. Es ist das internationale Kulturzentrum rund um Wein, Weinbau und Zivilisationen des Weins und gilt als eines der architektonischen Wahrzeichen der Stadt. Ein Besuch lohnt sich. Wir waren vor zwei Jahren in diesem Prachtbau. Unweit des Museums ist ein modernes Parkhaus und gleich nebenan das Les Halles de Bacalan. Die Halles de Bacalan sind einer der lebendigsten Feinschmeckerorte in Bordeaux, ein moderner, überdachter Markt gegenüber der Cité du Vin. Hier verbinden sich regionale Produkte, internationale Küche, Verkostungen, festliche Stimmung und das Handwerk leidenschaftlicher Produzenten. Es ist ein zeitgenössischer Markt, 2017 mit dem Ziel eröffnet, das Viertel Bacalan kulinarisch und kulturell zu beleben. Hier bieten Rund 20 bis 23 ausgewählte Händler und Gastronomen ihre Speisen an. Man stellt sich sein Menü standweise zusammen und speist an großen Gemeinschaftstischen.

Die Place de la Bourse ist einer der berühmtesten Plätze von Bordeaux. Es ist ein klassizistisches Gebäude-Ensemble aus dem 18. Jahrhundert. Der Platz wird durch zwei symmetrischen Gebäude ( Palais de la Bourse, heute Handelskammer) und das Hôtel des Douanes (heute Zollmuseum) gekennzeichnet. Er gilt als erste große „offene“ Platzanlage der französischen Stadtplanung und ist heute durch den Miroir d’eau weltbekannt. Seit 2006 ergänzt Miroir d’eau, das moderne Wahrzeichen von Bordeaux, diesen Platz. Es ist ein flaches Wasserbecken, das die Fassaden spektakulär spiegelt. Es ist zugleich das größte Wasser-Spiegelbecken der Welt und macht die Place de la Bourse zu einem der meistfotografierten Orte Frankreichs. Zwischen dem Place de la Bourse und der Garonne befindet sich ein breiter Streifen, der Ruhepunkte (Sitzmöglichkeiten) enthält und mit schönen Grünanlagen dekoriert ist. Auch Schattenflächen sind weitsichtig bei den hohen Temperaturen errichtet worden. Die Tiefe der Garonne ermöglicht sogar großen Kreuzfahrtschiffen die Fahrt bis Bordeaux.
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